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(siehe dazu auch Geht nicht!)

 

Bekannte Probleme

Ein Fallbeispiel

Ein Bastler hat seinen Silber-Generator mit Mühen auf Lochraster aufgebaut. Aber es funktioniert nicht richtig. 

Solche Fälle gibt es häufig, allerdings ist es in der Elektronik (nicht nur auf Bastlerniveau) fast an der Tagesordnung. Bei Erstversuchen oder neuem Schaltungsaufbau funktioniert eigentlich nichts  auf Anhieb. Das ist die Seite der Technik, über die nicht viel gesprochen wird und damit haben auch (oder besonders :-)) Menschen mit Fachkenntnissen zu tun. Daß ein Techniker oder Dipl.-Ing. das nicht zugeben wird, liegt auf der Hand. Es ist aber so. 

Im hier beschriebenen Fall war es so, daß eine Stromrichtung der Rechteck-Wechselspannung nicht schaltete und demnach eine Silber-Elektrode schwarz wurde.

Nachdem per E-Mailkontakt alle Fehlermöglichkeiten überprüft und ausgeschlossen waren, wurde das Gerät von mir überprüft. 

Das Ergebnis:

Das Gerät war diesmal nicht defekt. Es ließ sich nach einigen Versuchen jedoch der beschriebene Effekt trotzdem eindeutig feststellen. Allerdings erst, nachdem statt des reinen Wassers eine Probe zunächst mit Leitungswasser und anschließend mit nur leicht verunreinigtem destillierten Wasser gemacht wurde. Dabei trat der beschriebene Fehler plötzlich deutlich erkennbar auf.

Das wurde schon früher gelegentlich beobachtet. Es handelt sich eindeutig um "Polarisation in Wasser mit geringer Reinheit". Und es steht möglicherweise "in Zusammenhang mit der Strombegrenzung". Es ist noch nicht klar, ob das allgemein für Strombegrenzungen verschiedener Schaltungen gilt, offenbar aber besonders für die, in der zwei BF245 in Reihe liegen.  Ein mysteriöser Effekt, den zu untersuchen es aber nicht lohnt. Diese Strombegrenzungsschaltung ist mittlerweile auch überholt und es gibt eine bessere. Strombegrenzung

 

Mit destilliertem Wasser ließ sich der Effekt nicht nachweisen, jedoch ganz eindeutig mit Leitungswasser. Möglicherweise funktioniert anfangs sogar alles planmäßig. Die Rechteck-Wechselspannung wird korrekt begrenzt und wechselweise durchgelassen. Und nach kurzer Zeit schaltet eine der Stromrichtungen dann plötzlich nicht mehr und folglich wird auch eine der Silber-Elektroden schwarz.

Um den Effekt gewollt herbeizuführen, muß also ein mA-Meßgerät vor eine der Elektroden geschaltet werden, damit der Stromfluß und der Wechsel der Stromrichtung beobachtet werden kann. Möglicherweise über einen etwas längeren Zeitraum.  

Bei destilliertem oder demineralisiertem Wasser (Standardqualität genügt) bleibt dieser Strom im Wechsel, nach einem geringen Anfangsanstieg, später konstant. Selbst bei mehrstündiger Einschaltdauer tritt er nicht auf. (Standardqualität heißt: Ein Anfangsstrom bei 90° C von ca. 1 - 3 mA, der auch später nach abkühlen des Wasser in etwa so bleibt. Wesentlich höhere Ströme weisen auf Verunreinigung hin, wie schon mehrfach betont.)

Nur bei verunreinigtem Wasser, schlecht destilliertem oder ungenügend demineralisiertem Wasser und vor allem bei Leitungswasser oder Mineralwasser tritt der oben beschriebene Effekt der Polarisation auf. Dabei kommt es wohl auch auf das Vorhandensein bestimmter Mineralien, sowie auf Konzentration und Zusammensetzung an.

Der Effekt von Polarisationen im Wasser ist übrigens in der LEITWERT-MESSTECHNIK weithin bekannt. Er verfälscht das Meßergebnis. Darum verwendet man dort oft hochfrequente Wechselströme zur Vermeidung.

Fazit: Wenn die Schaltung solche mysteriösen Fehler aufweist, ist immer zuerst an "verunreinigtes oder ungeeignetes" Wasser zu denken.

 

 

 

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