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(zuletzt überarbeitet 18.04.2011) Diese Webseite wurde 2005 erstellt und nach und nach ergänzt. Inzwischen gibt es viele Geräte für 50 bis 100 Euro. Die hier vorgestellten Schaltungsvorschlägen haben anscheinend auch dazu beigetragen, denn vernünftige und wirksame Technik muß nicht teuer sein. Aber wie man anhand der Abbildungen sieht, kann man sich darauf auch nicht immer verlassen. "Seien Sie kritisch! Und wenn Sie keinen Blick für Technik haben, dann fragen Sie jemanden!"
Der Markt Kollidales Silber Kolloidales Silberwasser, das Fertigprodukt Solange Kolloidales Silber in Deutschland nicht als Medikament gilt, nicht dem Arzneimittelrecht (und auch nicht dem Lebensmittelrecht) unterliegt, ist in keiner Weise sichergestellt, daß man Qualität erhält. Das gilt selbst dann, wenn man sein Silberwasser ausschließlich in der Apotheke kauft. Inzwischen gibt es jedoch sowohl Kolloidales Silber als Fertigprodukt, sowie auch Geräte zur Herstellung, jeweils mit einer PZN. (Pharmazentralnummer), die über die Apotheken vertrieben werden. In diesem Falle sollte anzunehmen sein, daß die gleiche Sicherheit hinsichtlich der Herkunft und Zusammensetzung besteht, wie bei Medikamenten. Größte Skepsis ist bei Internet-Anbietern geboten. Flaschen mit neutralem Aufkleber, die keinen Hinweis auf den Hersteller geben. Wer sagt einem eigentlich, was da drin ist? Wiederum mag manches anonyme Fläschchen besser sein, als andere mit perfektem Aufkleber. Die größtmögliche Sicherheit hat man wohl nach wie vor, wenn man sein Silberwasser selber herstellt. Geräte zur Selbstherstellung Der sicherste Weg ist zweifellos der, sich das Kolloidale Silberwasser selber herzustellen. Doch bei den Geräten ist es ähnlich wie bei den Fertigprodukten. Es wird alles mögliche angeboten. Außerdem hat man das Problem der ppm-Konzentration und Dosierung, weil die Schwarzen Schafe der Branche Anleitungen oder Tabellen der Einfachheit halber von anderen kopieren oder abschreiben, nicht aber deren Geräte exakt nachbauen.. Kauft man sich ein Gerät eines professionellen Herstellers, zahlt man bis 300 Euro oder mehr. Dafür erhält man ein fertiges, erprobtes Verfahren, bei dem Handhabung, Einschaltzeiten und Dosierung Bestandteile der Beschreibung und des Produktes sind und vorgegeben werden. Damit ist man auf der sicheren Seite. Aber wie erkennt man Geräte "professioneller Hersteller"? Bestimmt nicht am Preis. Summa Summarum bleibt nichts anderes übrig, als nichts übers Knie zu brechen und sich gründlich umzusehen. Ein hochwertig verarbeitetes Gehäuse allein garantiert kein effektives Qualitätsprodukt. Ein billig wirkendes Gehäuse ist schon ein erstes Indiz für Schrott. Auch das, was die Gerätehersteller auf ihren Webseiten veröffentlichen, sollte man unter die Lupe nehmen und gründlich studieren. In den wesentlichen Punkten unterscheiden sich die Geräte durch die Art und Höhe der Elektrodenspannung. Überwiegend wird Gleichspannung angewandt, seltener pulsierende Gleichspannung oder Rechteck-Wechselspannung. Die zulässige Höhe der Spannung liegt nach SELV (Vorschrift für Kleinspannung) bei 60 Volt für Gleichspannung und 25 Volt für Wechselspannung. Eine Strombegrenzung ist unverzichtlich Dennoch werden weiterhin Geräte angeboten, die selbst dieses Minimum an Bauteilen für nur 10 bis 50 Cent nicht enthalten. Die Frage, warum nicht, kann man nur so beantworten, daß es nicht etwa Einsparung an der falschen Stelle ist, sondern einfach nur die Unfähigkeit, sich über die Möglichkeiten und Notwendigkeiten zu informieren, bevor man etwas produziert und auf den Markt wirft. Empfiehlt ein Vertreiber die Herstellung von Kolloidalem Silber mit
"Leitungs-
oder gar Mineralwasser", oder empfiehlt er die "Zusetzung von Salzen", so sollte
man Abstand nehmen und grundsätzlich hinterfragen, welche physikalisch-wissenschaftliche Basis er
zu Grunde legt. Nach allgemeiner und wissenschaftlicher Sicht entstehen dabei
giftige Silbersalze. Kolloidales Silber kann man aber nur mit destilliertem oder demineralisiertem Wasser und reinem Silber herstellen. Fremdstoffe, die im
Mineral- oder Leidungswasser enthalten sind, gehören dort ebenso wenig hinein,
wie Salze. "Kolloidales Silber darf nichts enthalten, außer destilliertem oder demnieralisiertem Wasser und reinem Silber." Internetseiten von Vertreibern, auf denen mit pseudowissenschaftlichen Begriffen argumentiert wird, sollte man als unseriös einstufen. Wer sein Produkt mit "Wortschöpfungen" beschreibt, die nur den Anschein von Wissenschaftlichkeit erwecken sollen, aber dennoch der Wissenschaft nicht entstammen, will den Verbraucher täuschen, Seriöse Anbieter haben das nicht nötig. Die Silberelektroden (siehe dazu auch "Eingangsseite") Ebenso unsicher wie die Beschaffung von guten Fertigprodukten oder Geräten zur Herstellung von Kolloidalem Silberwasser ist die Beschaffung der hochreinen Silberelektroden. Im Elektronikfachhandel gibt es neben versilberten Kupferdrähten auch massive Silberdrähte, davon ist jedoch dringendst abzuraten. Sie haben nicht die nötige Reinheit von 99,99 % = 9999. Das gleiche gilt für Dental- und Schmucksilber. Es ist ungeeignet. Münzsilber ist nur dann geeignet, wenn es sich um die weltweit relativ wenigen Stücke aus Feinsilber 9999 "und staatlicher Prägung" handelt. Niemals Münzsilber aus nichtstaatlicher Prägung verwenden, also Sondermünzen, Gedenkmünzen, Städtemünzen und Madaillen etc. von einer der unzähligen privaten Münzhersteller, die sich oft "Münzprägeanstalt" nennen, denn die Branche nimmt es nicht immer so ganz genau mit der Deklaration nach dem Komma. "Feinsilber" wird so auch Silber 99,9 % = 999 schon genannt. Sicher sein kann man z.B. beim 5 Canada-Dollar mit der Prägung "Fine Silver 9999", weil es eine Münze aus staatlicher Prägung ist. Silberelektroden sind Verbrauchsmaterial. http://www.kolloidales-silber.ws/
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Das unten abgebildete Kombigerät "Blutzapper und Kolloidaler Silbergenerator" ist nicht mehr im Handel erhältlich, eignet sich aber gut für die Darstellung als "Negativ-Beispiel". Die "geeichte Schaltung" dieses "Kombigerätes" im blauen Gehäuses, erweist sich als simple "Blinkschaltung", die im Web auf diversen Seiten heruntergeladen werden und die sich ein versierter Bastler für etwa 5 - 10 Euro zusammenbauen kann. Hinzu kommen dann allerdings noch die Silberelektroden. Für die Funktion des integrierten Kolloidalen Silbergenerators ist nicht mal ein Vorwiderstand zur Strombegrenzung vorhanden. Man fragt sich auch, wie dieses Gerät "geeicht" wurde. Abgesehen davon, daß man diesen Begriff gewerblich nur im Zusammenhang mit dem Eichgesetz und seinen Ausführungen verwenden darf, ist hier keine Möglichkeit zum "Eichen" gegeben, nicht mal ein Einstell-Trimmer ist vorhanden. Wozu auch? Es ist ja eigentlich auch nur ein "Batteriehalter" mit einer Blinkschaltung drin. Allerdings zum empfohlenen Preis von 249,- Euro.
Zu diesem Gerät, angeboten für 85 Euro (zuletzt für 59 Euro), allerdings mit Trafo-Steckernetzteil, Silberstäben und etwas Zubehör, sollte der Betrachter sich selber seine Meinung bilden.
Ein Modell aus den USA. Preis 250 Dollar
(inclusive Silberstäben und Zubehör) Ein Trafo, ein Gleichrichter und ein Widerstand. Alles nur mit Heißkleber befestigt. Die zusätzliche Membranpumpe soll offenbar eine anständige Strombegrenzung ersetzen und durch Verwirbelung von eingeblasener Luft im Wasser einen "Umrühreffekt" erzeugen. Die Geräusche aus dem Inneren mögen den Laien beeindrucken. Das Prinzip ist jedoch fraglich, da durch die Luftzufuhr die Korrosion der Silberstäbe, die ohnehin durch die Elektrolyse sehr groß ist, noch um ein Vielfaches gesteigert wird..
Bild 4
Überraschend wenig Inhalt. Was wird sich in der Kunststoffvergussmasse verbergen?
Aha!
Und auf der anderen Seite noch ein Elektrolytkondensator.
Bild 5
Die Schaltung ist mit der des Ionic-Pulsers identisch. Allerdings arbeitet sie nur mit einem Trafo-Steckernetzteil von 24 Volt AC. Daraus ergeben sich wegen der niedrigeren Spannung wesentlich längere "Anfangsphasen", bis der Elektrodenstrom seine maximale Höhe erreicht hat, die auch etwa bei 5,2 mA liegt. Das ist jedoch aus technischer Sicht von Nachteil, weil sich in diesen Anfangsphasen die nicht kalkulierbaren Prozesse abspielen, die immer für die Genauigkeit oder besser Ungenauigkeit des Ergebnisses mitverantwortlich sind.
Datum der letzten Überarbeitung: 18.04.2011
© April/2005 by HANS-DIETER TEUTEBERG • hans-dieter.teuteberg@t-online.de Illustrationen
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