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Vorwort "Die beste Art der Herstellung"

Eine ordentliche ppm-Tabelle auf Basis "Elektrodenstrom und Einschaltzeit" nach den wissenschaftlich geltenden und auch in der Industrie immer noch angewandten "Faradayschen Gesetzen zur Elektrolyse" gehört zu jedem Gerät. Viele dubiose Anbieter sehen davon ab, der Grund dafür ist sehr einfach: "Sie wissen selber gar nicht, was sie verkaufen, sie sind technisch-fachlich auf niedrigstem Niveau angesiedelt, stellen aber Geräte her oder vertreiben sie, die der Gesundheit dienen.

Dennoch: Auch von einer korrekten ppm-Tabelle gibt es bei der Herstellung "immer" Abweichungen. Sie lassen sich nicht vermeiden, aber sie lassen sich klein und somit bedeutungslos halten, wenn man gewisse Grundregeln beachtet.

ppm-Wert ermitteln
Es gibt außerhalb von professionellen Labor-Einrichtungen nur eine Möglichkeit, den ppm-Wert zu ermitteln: Mit einer hochauflösenden Labor-Analysenwaage. Die Silber-Elektroden werden vorher/nachher gewogen und aus der Differenz der ppm-Wert errechnet. Für wissenschaftliche Zwecke gibt es andere, genauere Verfahren, die aber hier wegen dem hohen Aufwand nicht von Interesse sind.
(unten Sartorius Analysenwaage RC210P, Auflösung 0,01mg)


Alles was sonst noch angeboten wird, Leitwert-Messgeräte, TDS-Meter etc., mit Anzeige in µ-Siemens oder in ppm, ist für die Ermittlung des ppm-Wertes eines Kolloids absolut unbrauchbar. (auch wenn Anbieter und Vertreiber das Gegenteil behaupten) Das würde allem Universitäts- und Hochschulwissen widersprechen. Man kann mit solchen Meßgeräten kein Kolloid exakt messen.

 

Am einfachsten stellt man das Kolloidale Silber direkt in einer Braunglasflasche her und füllt es nicht um. Kein Umschütten, kein Umrühren, das fördert die Haltbarkeit, da sich anderenfalls bei jeder Bewegung Teilchen des Silbers zu größeren Teilchen zusammenfinden. Es ist aber "eine möglichst feine Verteilung mit möglichst feinen Teilen" erwünscht. Selbstverständlich schüttet man den letzten Rest mit dem Bodensatz weg, wenn die Flasche dann leer ist.

Mit Braunglas-Weithalsflaschen (gibt es in allen Größen) kommt man mit den Elektroden des Ionic-Pulsers (12,5 mm Abstand) und vergleichbarer Geräte gut in die Flasche. Sie sollte allerdings innen wenigstens 10 cm tief sein, damit die Elektroden nicht zu dicht an den Boden kommen.

Ein weiterer Vorteil ist, daß sich auf Grund der Verengung oben eine kürzere "Startphase" ergibt, in der der Elektrodenstrom bei allen Geräten erst von nahezu Null auf den Sollwert (z.B. 5,... mA) ansteigen muß. Je länger diese Zeit (2 - 10 Minuten sind typisch) und je kürzer die Gesamteinschaltzeit nach ppm-Tabelle, um so größer sind die Abweichungen von der ppm-Tabelle. Das verschweigt der Hersteller des Ionic-Pulsers leider. Er verschweigt leider auch, daß durch das von ihm empfohlene Abwischen der Elektroden (nur bei längeren Einschaltzeiten, nach 30 Minuten) Silber aus der Elektrolyse herausgenommen wird, was dann an den ppm fehlt, die es nach Tabelle haben sollte. Das Abgewischte ist ja nichts anderes, als überwiegend reines Silber und zum Teil Silberoxyd. (vorausgesetzt, es wird reinstes destilliertes Wasser verwandt und hochreine Silberelektroden, was ohnehin Pflicht sein sollte)

Auf Siedepunkt erhitztes Wasser verringert den elektrischen Widerstand und verkürzt damit die Startphase erheblich. Es dient somit der genaueren Übereinstimmung mit der ppm-Tabelle. Es wird allgemein empfohlen. Das Abkühlenlassen nach dem Erhitzen auf Siedepunkt (und sei es auch nur Minuten), was auch in der Bedienungsanleitung des Ionic-Pulsers empfohlen wird, ist aus technischer Sicht völliger Unsinn. Es verlängert ebenfalls die Startphase. Beim Ionic-Pulser wird das höchstens wegen der nicht wasserdichten Elektrodenbuchsen sinnvoll (eindringender Wasserdampf), andererseits ist aber die Elektronik innen kunstharzvergossen und somit vor Korrosion geschützt. Das Abkühlenlassen ist nicht notwendig und ergibt keinen Sinn. Selbstverständlich wird das Wasser auch während der Herstellung nicht weiter erhitzt.

 

ppm-Tabelle  (letzte Überarbeitung: 20.04.2014)

Vorweg einige Informationen zum Einfluß von Faktoren, die nach dem Faradayschen Gesetz nicht in die Berechnung einbezogen werden, die aber dennoch Einfluß nehmen können.

Da sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
Art und Form bzw. Flächengröße und Abstand der Elektroden
Art und Form des Behälters und Abstand der Elektroden zu den Wänden
Ablagerungen von Silberoxyden an den Elektroden (an Plus Schwarz, an Minus grau-braun)
Eintauchtiefe der Elektroden
Spannung an den Elektroden
Wassertemperatur
Leitwert und Reinheit des Wassers

Man sieht schon an der Vielzahl der Faktoren, daß es nicht möglich sein wird, diese in der vor allem "häuslichen Herstellung" zu berücksichtigen. Außerdem besteht keinerlei wissenschaftlich publizierte Grundlage über das Maß solcher Auswirkungen auf den erzielten ppm-Wert. Und in erster Linie wirken die oben genannten zusätzlichen Faktoren nur auf die Anfangsphase, das heißt, auf den Zeitraum, in dem sich der in der Tabelle zu Grunde gelegte Strom erst von einem sehr niedrigen Anfangsstrom ausgehend aufbauen muß. Je länger diese Anfangsphase im Verhältnis zur Gesamteinschaltzeit, um so weniger korrekt ist die Tabelle.

Insgesamt kann man wohl sagen, daß die Einflüsse eher nebensächlicher Art sind, aber dennoch zu immer wieder anderen und überraschenden Beobachtungen führen. Wer meint, es müsse alles strikt nach gleichem Muster verlaufen und jeder Herstellungsprozeß müsse absolut in gleicher Weise ablaufen, wird nur auf immer neue Schwierigkeiten und Fragezeichen stoßen, insbesondere, da das Internet voll von unterschiedlichsten Berichten ist, die aber zum größten Teil nur Beobachtungen subjektiver Art sind, wenn sie nicht sogar nur woanders gehört und abgeschrieben sind. "Es gibt zu all diesen Fragen keinen wissenschaftlichen Standard."

Man halte sich bescheiden zurück und denke lieber nicht, man könne sich wissenschaftliche Lorbeeren verdienen. Das haben in Jahrzehnten Abertausende versucht. Man halte sich an das, was sich in Jahren als Standard etabliert hat und mache die Herstellung von Kolloidalem Silber lieber nicht zum eigenen Forschungsprojekt. Wenn man als Quelle überwiegend das Internet nutzt, finden sich unterschiedliche und gegensätzliche Angaben, die nicht weiterführen und nur verunsichern. Vor allem dubiose Warnungen vor dies und das, die sich aber nicht auf Fakten beziehen. Es gibt in Deutschland keinen einzigen Fall, der nachweislich durch Kolloidales Silber zu Schädigungen geführt hat, aber wer danach sucht, findet im Internet genügend frei erfundene Behauptungen dieser Art.

Fazit:
Die Berechnungen auf Basis des Faradayschen Gesetz sind eine wissenschaftlich belegte Grundlage und sollen genügen, auch wenn sie im Endergebnis nur eine grobe Richtschnur bleiben.
 

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Wir verwenden die unten stehende Tabelle. Sie basiert auf  den Faradayschen Gesetzen der Elektrolyse und wird auch von Herstellern bewährter Geräte verwandt. (zum Beispiel "Ionic-Pulser")

Information zu den Faradayschen Gesetzen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Faradaysche_Gesetze  (siehe auch unten nächste Abbildung)

ppm-Tabelle

Der obere Teil gilt für herkömmliche Geräte mit ca. 5 mA Elektrodenstrom, der untere Teil gilt für 10 mA.

diese ppm-Tabelle als PDF-Download

 

Die Herstellung größerer Mengen von Kolloidalem Silber

5 mA Elektrodenstrom sind bei Geräten für private Anwender bisher Standard. Jedoch wird auch in diesem nichtkommerziellen Bereich der Verbrauch sehr viel größer, wenn es um Tierpflege oder Pflanzenschutz geht. Bei den auf dieser Webseite vorgestellten Selbstbau-Projekten sind auch solche mit einer 2. Stufe mit 10 mA dabei. Die ppm-Tabelle beruht ohnehin nur auf den (wissenschaftlich anerkannten)  Faradayschen Gesetzen zur Elektrolyse und kann einfach rechnerisch weitergeführt werden. Kurz gesagt: Mit 10 mA stellt man die doppelte Menge in gleicher Zeit her. Oder die gleiche Menge in der halben Zeit. 
Die Frage: "Warum nicht gleich 10 mA als Standard?" ist leicht beantwortet. Für den doppelten Elektrodenstrom ist auch die doppelte Elektrodenfläche nötig (wenn man dem bisherigen und bewährten Standard folgt). Also braucht der Anwender statt ca. 75 - 100 mm lange Elektroden solche mit doppelter Länge. Da der "Verlust" durch das Einstecken in die stromführende Buchse (rund 10 mm von der Gesamtlänge) aber nur einmal anfällt, kann man sagen, daß 150 mm lange Elektroden zwar völlig ausreichend sind, aber es wäre für manchen ein nicht notwendiger Kostenfaktor. Außerdem wird ein größeres Gefäß benötigt. (Es lassen sich aber damit auch kleine Mengen herstellen, indem man die Elektroden zum Beispiel nur zur Hälfte eintaucht.) 

Zu beachten ist auch, daß bei allen Geräten die ohne Polaritätswechsel arbeiten (siehe auch Ionic-Pulser und andere) bei langen Einschaltzeiten ein Abwischen der Elektroden zwischendurch notwendig sein wird. Bei relativ kurzen Einschaltzeiten, etwa bis zu 30 Minuten, kann man sich das meistens sparen. (Bei Geräten mit Polaritätswechsel ist das auch nach mehreren Stunden nicht notwendig. )

Man unterscheide bei der nachfolgenden ppm-Tabelle, daß der obere Teil für 5 mA und der untere für 10 mA gilt.

ppm-Tabelle für 1 - 5 Liter

diese ppm-Tabelle als PDF Download

 

Für andere Metalle

Eine funktionierende Excel-Tabelle kann unten im Download heruntergeladen werden. Sie ermöglicht es, den ppm-Wert für einige Kolloide, so auch Silber oder Gold, nach dem Faradayschen Gesetz zu errechnen. Dazu ist die Eingabe von Strom (in Ampere), Zeit (in Sekunden) und Wassermenge (in Kubikzentimetern) erforderlich. (Download unten)


 

Download Excel-Tabelle 

(falls sich in der Tabelle fehlerhafte Angaben finden, bitte ich um Hinweise) 

 

Neu, variable Tabelle

Die Tabelle muß im Download herunter geladen werden. (Excel auf dem PC ist Voraussetzung.) Dann können in die Zellen ppm, Liter u. mA die gewünschten Werte eingegeben werden. Nach Bestätigen (Enter) erscheint in der Zelle Minuten der Wert der Einschaltdauer.

Download Excel-Tabelle "variabel"

 

                                                  


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ppm per Smartphone

Und hier für Smartphones mit Android und iOS (Apple) eine ppm-App von Jörg Holzapfel. Damit läßt sich beim Start der ppm-Wert und die Wassermenge eingeben. Die Einschaltzeit wird automatisch errechnet und das Smartphone meldet sich, wenn die Zeit abgelaufen ist. 

Anschauen
https://www.facebook.com/SilverTimerApp

Download für Android
http://bit.ly/SilverTimer_Android

Download für iOS
http://bit.ly/SilverTimer_iOS

 

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Die Bedeutung des ppm-Wertes...   (überarbeitet 22.04.2013)

Zweifellos ist die Angabe "ppm" eine bekannte Maßeinheit und man sollte meinen, dazu gäbe es nicht mehr viel zu erklären, aber es wird nicht ohne Grund schon seit Jahren (bereits 1978) von internationalen Normungsgremien  empfohlen, sie nicht mehr zu verwenden. (allgemein und nicht nur in Hinblick auf kolloidales Silber) http://de.wikipedia.org/wiki/Parts_per_million

Eigentlich ist "ppm" auch auch keine richtige Maßeinheit und es läßt sich auch nicht so ganz festlegen, wie weit diese auf dem wissenschaftlichen Gebiet international gebräuchlich ist. In Deutschland scheint "ppm" an Universitäten und Technischen Hochschulen nicht gebräuchlich zu sein, in Österreich hingegen sehr wohl. Mag sein, daß sich das auch ändert.

Zitat Wikipedia:
"Dies vor allem, um damit der Gefahr von Mißverständnissen bei den analog gebildeten Begriffen ppb und ppt vorzubeugen. Denn "billion" und "trillion" bedeuten im amerikanischen Sprachgebrauch 109 (billion) und 1012 (trillion), während sie im deutschen 1012 (für Billion) und 1018 (für Trillion) bedeuten."
Zitat Ende

Der Begriff "ppm" ist für kolloidales Silber nur dann genügend klar, wenn gemeint ist:  1 ppm = 1 mg/l
In der Branche, die kolloidales Silber oder andere Metall-Kolloide vertreibt oder die Geräte zur Herstellung ist dies inzwischen die gängige Bezeichnung.

Allerdings arbeiten Institute und Labors, in denen Proben untersucht werden können, keineswegs generell mit dieser schwammigen Maßeinheit, sondern geben den Silbergehalt gleich korrekt in mg/l an. Das ist regional und international unterschiedlich.

Erfahrungsgemäß gibt es jedoch auch Institute und Labors, die ausschließlich "ppm" als Maßeinheit verwenden und entsprechend ist der Begriff dort auch eingeführt und wird somit von dort mangels besserem Wissen  nicht ganz korrekt dem "wissenschaftlichen Weltniveau" zugeordnet.

Ein anderes Thema ist die allgemeine Glaubwürdigkeit von Angaben zu ppm-Werten. Leider ist und war die Branche immer durchsetzt von unseriösen Anbietern, die ihre ppm-Angaben mehr als nur freizügig machen. Es scheint überaus schwierig zu sein, einen Anbieter zu finden, der in der Lage ist, für seine ppm-Angaben einen Labornachweis zu erbringen. Bestenfalls kann man davon ausgehen, daß die Angaben auf Berechnungen nach den Faradayschen Gesetzen zu Elektrolyse beruhen (siehe Tabelle oben). Schlimmstenfalls muß man annehmen, daß alle ppm-Angaben nur frei erfunden auf Grund von Schätzungen sind.

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Allgemein: Kolloidales Silber soll möglichst kleine Silberpartikel enthalten. Nur diese können die Zellmembranen des Körpers und ebenso die von Viren, Bakterien und Keimen durchdringen und dort ihre Wirkung tun. Bei einzelligen Bakterien z.B. dringen die kleinen Silberpartikel ein und blockieren im Inneren ein für die Sauerstoffgewinnung zuständiges Enzym. Der Stoffwechsel der Parasiten kommt zum Erliegen, und sie sterben ab. Große Silberpartikel hingegen sind auf Krankheitserreger wirkungslos oder gelangen erst gar nicht bis an den Krankheitsherd und belasten nur den Körper. So lautet eine derzeit weitläufig anerkannte Erklärung der Wirkungsweise. Vertreiber und Hersteller, die damit werben, daß ihre Produkte besonders feine Partikel geringer Größe enthalten oder herstellen, bleiben generell den Nachweis schuldig. Derartige Behauptungen sind mit größter Skepsis zu betrachten.

 

Etwas zur Definition des Kolloidalen Silbers

Von einem Kolloid spricht man, wenn drei Voraussetzungen erfüllt sind:

1. Es sind unterschiedliche Bestandteile (hier Silber/Wasser)

2. Sie müssen unterschiedliche Aggregat-Zustände haben (hier fest/flüssig)

3. Die festen Partikel dürfen nicht löslich sein, d.h. keine chemischen Verbindungen mit der Trägersubstanz eingehen. (Trägersubstanz hier Wasser)

Silberkolloid ist daher Silber, das sich in feinsten Partikeln (idealerweise Zusammenballungen von nur wenigen Atome) im Wasser befindet und auf Grund seiner elektrischen Ladung und gegenseitigen Abstoßung in diesem "Träger" wie Nebel schwebt, aber keine chemische Verbindung mit ihm eingeht.

In einem Silberkolloid bewegen sich die Größen der Silberpartikel innerhalb eines Bereichs von 0,005 bis 0,015 µm im Durchmesser (1 µm ist ein Millionstel Meter). Zum Schweben angeregt werden sie durch die Wärme, was als Brownsche Bewegung bezeichnet wird, ferner durch ihre gleichnamige elektrische Ladung und Abstoßung, womit sie, nach menschlich-historischen Zeiträumen gemessen, in einer fast unendlichen Schwebe gehalten werden. Das bedeutet, daß die Gravitation keinerlei physische Einwirkungen mehr zeigt. Ein ideales Kolloid setzt sich nicht am Boden ab, zumindest nicht in überschaubaren Zeiträumen, also etwa schon nach Monaten oder Jahren. Es gibt jedoch auch hinsichtlich des Kolloidalen Silbers Erfahrungsberichte, nach denen die Silberpartikel wegen ihrer Größe oder dem Verlust ihrer elektrischen Ladung, die auch dazu beiträgt, sie in der Schwebe zu halten, nach einigen Monaten auf den Boden absinken. Somit wäre die Haltbarkeit beschränkt. Ein Beweis dafür kann hier nicht genannt werden, jedoch ist es ratsam, aus solchen Überlegungen heraus, ein Kolloid wie Kolloidales Silber nur innerhalb einer begrenzten Zeit anzuwenden.

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Der ppm-Wert (Parts per Million)

Angaben für sehr geringe Stoffkonzentrationen
1 ppm (parts per million) = 1 Millionstel = 0,000.1% = 1 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) bzw. 1 Milliliter pro Kubikmeter (ml/m3)
1 ppb (parts per billion) = 1 Milliardstel = 0,000.000.1% = 1 mycrog/kg bzw. 1 mycrol/m3
1 ppt (parts per trillion) = 1 Billionstel = 0,000.000.000.1% = 1 ng/kg bzw. 1 nl/m3
Ob die Angaben in p. gewichts- oder volumenbezogen sind, hängt vom jeweiligen Kontext ab.

Dieser Wert sagt aus, wie viel Teile eines Stoffes auf eine Million Teile Wasser fallen. Das können Volumenteile oder Gewichtsteile sein. Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn man unter anderen das spezifische Gewicht von Kolloidalem Silber gegenüber Wasser errechnen will, wobei der ppm-Wert bekannt sein muß. Der ppm-Wert benennt die Silberanteile in mg/Liter. Ein Teil Silber verdrängt aber wegen seines höheren spezifischen Gewichts nur etwa 1/10 Teile Wasser. (exakt 1 : 10.5)
In der Regel hat der Anwender aber mit diesen Besonderheiten nichts zu tun. ppm bedeutet nach den allgemeinen Gepflogenheiten "mg Silber pro 1 Liter Wasser".

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Etwas zur Historie des Kolloidalen Sillbers

Der Umstand, daß manche Menschen mit modernen Ansichten nicht über ihren Tellerrand schauen können und meinen, das "Kolloidale Silber" sei eine Pseudoerfindung der letzten Jahre, ändert nichts daran, daß es bereits bis zum 2. Weltkrieg weltweit klinisch als Antiseptikum angewandt wurde. Das Penicillins (entdeckt 1928) wurde erst auf Grund der vielen Kriegsverletzten zur Anwendungsreife entwickelt und verdrängte dann das Kolloidale Silber als Antiseptikum fast gänzlich.

Nach historischen Berichten wurde Kolloidales Silber früher mechanisch zerrieben, bis auf Partikelgröße von wenigen Atomen. Die Feststellung des ppm-Wertes muß früher eine gänzlich andere gewesen sein, als heute. Den Berichten zufolge wurde sie zeitweise ausschließlich unter dem Ultra-Mikroskop "durch visuelles Auszählen" auf einer markierten Strecke durchgeführt.

50 ppm z.B. bedeutete somit real, daß sich in einer Probe unter dem Ultra-Mikroskop "sichtbar" 50 einzelne "Zusammenballungen" von Silber-Atomen fanden. Das konnten einige wenige Atome pro Partikel sein, es konnten auch einige oder viele Tausend Atome sein, die "einen einzigen und dennoch winzigen, zusammenhängenden Partikel" bildeten. Wie wollte man diese Zusammenballung unter dem Ultra-Mikroskop behandeln? Wie wollte man gar die einzelnen Atome zählen und so das Gewicht eines Partikels oder aller Partikel ermitteln? Das war gar nicht möglich. Andererseits hatte man Siber und Wasser zunächst in getrennter Form vorliegen und konnte somit den reinen Silberanteil des Kolloids exakt bestimmen.

Insofern ist "ppm" heute, wenn es mg/Liter bedeuten soll, etwas gänzlich anderes, als es das einmal zu Hauptanwendungszeiten des Kolloidalen Silbers war. Ein Labor ermittelt heute lediglich den Anteil an Silber, gleichgültig, um welche Partikelgröße es sich handelt und macht auch keinen Unterschied zwischen Silber und den überwiegenden Silberionen.

Es gibt inzwischen Gerätehersteller, die behaupten, die Silberionen, also das "ionische Silber" seien das Ziel der Herstellung, weil nur sie besonders wirkungsvoll seien, die reinen Silberpartikel ohne elektrische Ladung seien hingegen wertlos. Andere wiederum werben damit, daß ihr Kolloidales Silber frei von Silberionen sei. Man kann davon ausgehen, daß weder die einen, noch die anderen genauer Bescheid wissen.  

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"Moderne" Widersprüche:

In seinem Buch "Immun mit kolloidalem Silber", 9. Auflage, Seite 39, erklärt Dr. Josef Pies den Zusammenhang wörtlich:

(Zitat Anfang) "Lautet die Empfehlung also zum Beispiel, ein Glas Wasser (normalerweise etwa 200 ml [= 0,2 l]) mit 1 ppm kolloidalem Silber einzunehmen, bedeutet dies, daß in einem Glas Wasser 200 µg  oder 0,2 mg kolloidales Silber enthalten sind." (Zitat Ende)

Man muß feststellen, daß diese Aussage falsch zu interpretieren ist, weil daraus nicht hervorgeht, ob Volumen- oder Gewichtsanteile gemeint sind, es sei denn, man geht grundsätzlich davon aus, daß ppm = mg/L bedeutet. Es wäre völlig gleichgültig, wenn Silber nicht 10,5 mal so schwer wie Wasser wäre. (spezifisches Gewicht Silber = 10,5) Demnach wiegt 1 Millionstel von 200 ml Volumenanteilen in Silber = 2,1 mg = 0,0021 Gramm (oder 2100 µg). Also das 10,5 fache von dem, was Dr. Pies errechnet. Wären es aber umgekehrt Gewichtsanteile, so wären die von Dr. Pies genannten 0,2 mg nur so viel, wie 0,019 mg Wasser. 

Bezöge sich der ppm-Wert auf Volumenanteile, könnte er ohne Umrechnung nichts aussagen, über den Silberanteil in mg. Dies (Silbergehalt in mg als Resultat aus einem ppm-Wert) ist aber das Ergebnis der Berechnung von Dr. Pies. Man sieht also, daß hier etwas nicht stimmen kann. 

Die US-Gesundheitsbehörde legt ihre zulässigen Grenzwerte in µg je kg Körpergewicht fest. (1 µg = 1 Mikrogramm = 1 Millionstel Gramm) Das würde, bezogen auf die Berechnung, wie Dr. Pies sie vorführt, bedeuten, daß man schlicht und einfach gar nicht mit ppm oder Millionstel Parts rechnen kann, sondern nur das reine Silbergewicht einer kolloidalen Gesamtmenge (Silberwasser) in µg angibt. (oder z.B. "µg per Liter Wasser") 

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 "ppm-Meßgeräte"...

Von Zeit zu Zeit werden sie bei ebay und sonstwo angeboten. Es sind aber nur "Leitwert-Meßgeräte", die in der Regel das Ergebnis in µ-Siemens anzeigen, mehr nicht. Es gibt auch Leitwertmeßgeräte, die das Ergebnis  in ppm anzeigen. Ein "ppm-Meßgerät" für Kolloidales Silber gibt es jedoch dennoch nicht. Wenn ein Anbieter das so bezeichnet, täuscht er etwas vor oder sagt aus Unwissenheit etwas Falsches.

Es läßt sich zwar aus der Leitwert-Messung des Wassers vorher/nachher auf die Menge der Silberionen schließen, die "nachher" im Wasser sind. Wenn man annimmt, daß bei der üblichen Methode ca. 80 bis 85 Prozent des Silbers in Form von Silberionen anfallen und somit nur die restlichen 15 bis 20 Prozent das eigentlich Kolloid ausmachen, hat man eine Berechnungsgrundlage. Aber auch das erfordert genormte und standardisierte Verfahren, außerdem gibt es dazu keinerlei wissenschaftlich publizierten Grundlagen. Ein ppm-Meßgerät macht nur Sinn, wenn man damit "eigene Erfahrungswerte" ermittelt und vergleicht, die sich aber nicht verallgemeinern und/oder auf andere Geräte übertragen lassen.

Das Fatale ist aber, daß bereits reine Lufteinwirkung den Leitwert eines destillierten Wassers radikal erhöht, vermutlich durch Aufnahme von Kohlendioxyd aus der Luft. Somit kann ein destilliertes Wasser, gesättigt mit Luft, bereits einen hohen Leitwert besitzen, obwohl nur wenig oder noch gar kein Silber enthalten ist. Entsprechend verfälscht sind die Schlußfolgerungen auf Grund von Messungen mit "ppm-Leitwertmeßgeräten".

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Fazit: "ppm" ist heute im Zusammenhang mit kolloidalem Silber etwas gänzlich anderes, als es zu Zeiten nach 1900 einmal war. Wenn es nun heißt, "ppm sei = mg/l" und alle halten sich daran, soll das aber genügend klar sein. Aber messen kann man den ppm-Wert von Kolloidalem Silber nicht.

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ppm-Ermittlung mit der Analysenwaage

Werden die Silberelektroden vor und nach der Herstellung von Kolloidalem Silber gewogen, muß sich die Differenz im Wasser befinden und auf diese Weise lassen sich die ppm des Kolloids bestimmen. Diese Methode ist allerdings etwas aufwändig und zeitraubend. Eine abgewandelte Methode ist die ppm-Bestimmung über die Dichte des Kolloids. Dazu wird ein Pyknometer verwandt.

Ein Pyknometer ist nichts anderes, als ein (oft geeichter) Glasbehälter mit einem geschliffenen Glasstopfen. Im Glasstopfen befindet sich eine haarfeine Bohrung, durch die beim Verschließen des Pyknometers das überschüssige Kolloid austreten kann. Somit hat man immer eine gleichbleibende Menge im Pyknometer.

Die Vorgehensweise ist einfach. Das Pyknometer wird mit Destilliertem Wasser gefüllt und gewogen. Anschließend wird es mit dem Kolloid gefüllt und erneut gewogen. Aus dem Gewichtsunterschied läßt sich die Dichte des Kolloids gegenüber Wasser (Dichte 1) errechnen und ebenso die ppm.

 

Excel-Tabelle zur Ermittlung der ppm

 

Die Tabelle kann hier als Excel-Datei heruntergeladen werden.

 

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Impressum:

© April/2005 by HANS-DIETER TEUTEBERG •  hans-dieter.teuteberg@t-online.de

Illustrationen
 © H.D.T.