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Grundlagen  (überarbeitet 13.12.2005)

Kolloidal-Silber-Grundlagen

Silber wurde schon in der Antike zur Konservierung und zum Schutz vor Keimbildung verwandt. Und sei es nur, daß man Silbergefäße zur Lagerung von Lebensmitteln benutzte, oder Silberstücke in die Milch legte. Großen Einzug in der Trinkwasseraufbereitung fand Silber um etwa 1930 mit der Einführung des Katadyn-Verfahrens.  (man lese dazu Brockhaus). Das Silber wirkt dabei in erster Linie großflächig durch Oberflächenkontakt mit dem Wasser.

Seit Jahrzehnten wird Silber in Form von Silber-Ionen (oft auch in Verbindung mit Chlor) professionell für mobile Wasserversorgungen in Schiffen, Wohnmobilen, Outdoorbereich etc. eingesetzt. Z.B. die Produkte Micropur von Katadyn. Das Chlor tötet vorhandene Keime ab, das Silber vermeidet die Bildung neuer Keime. Dabei wird Silber vom  Trinkwasser aufgenommen und gelangt damit auch in den menschlichen Organismus. Dies gilt als gesundheitlich unbedenklich und ist ein zugelassenes Verfahren. Die Gegner der Alternativmedizin verschweigen diesen Umstand vehement, wenn sie gegen die Einnahme "wesentlich geringerer Mengen" von Silber in  kolloidaler Form argumentieren. Statt dessen behaupten sie, Silber sei als Schwermetall immer schädlich und führe unter anderem zu Einlagerungen und zur Argyrie (Graufärbung der Haut). Sie lassen sich auch nicht durch zahlreiche anderslautende Untersuchungsergebnisse, die das Gegenteil belegen, von dieser falschen  Behauptung abbringen. Sie sind damit ebenso wenig ernst zu nehmen, wie alle überschwenglichen Gutheißungen. 

Vor 1900 und in den Jahren nach der Jahrhundertwende war kolloidales Silber als eine Art Antibiotikum in der Medizin relativ verbreitet. Damals wurde es durch mechanisches Zermahlen in der "Kolloidmühle" hergestellt und es gab eine regelrechte Vertriebsstruktur. Nachdem 1928 das Penicillin entdeckt wurde, geriet kolloidales Silber in Vergessenheit. Es geriet sogar so sehr in Vergessenheit, daß heute - nachdem es seit einigen Jahren eine deutliche Renaissance in der Alternativmedizin erfährt - die notorischen Gegner aller Neuerungen behaupten, kolloidales Silber sei dem Bereich der Esoterik zuzuordnen und jegliche Wirkung der zuvor beschriebenen Art gäbe es nicht. 

Man muß also darauf achten, mit wem man das Thema diskutiert. Fanatiker leugnen notfalls sogar den wissenschaftlichen Status, den kolloidales Silber in der Physik hat, nur um Recht zu bekommen  und stellen unter Umständen in ihrer Beschränktheit auch in Frage, daß man es - mittels der im Handel erhältlichen Geräte- überhaupt herstellen könne. 

Auf der anderen Seite muß man sehen, daß dieser "Markt" von Scharlatanen übersät ist, die mit marktschreierischen Parolen alles als Wundermittel anpreisen würden, sei es, um Gewinn zu erzielen oder um zu akademischen Ehren zu gelangen. Am besten ist es, man bildet sich selbst erst sein Urteil und meidet dann Extremisten auf beiden Seiten.  

Die Geräte zur Herstellung, die man "Kolloidal-Silbergenerator" nennt (ein etwas unglücklicher Name) können bei dieser Bandbreite an Seriosität sowohl aus einer ausgeklügelten Elektronikschaltung bestehen, als auch aus einem Holzklotz als Batteriehalter mit zwei Lüsterklemmen zum Anschluß der Silberelektroden. Vorsicht beim Kauf von No-Name Produkten. Das gilt auch oder ganz besonders für die Silber-Elektroden.

Eine Anwendung einfacher Kolloidal-Silbergeneratoren, die gar nicht weit publiziert wird, ist die Trinkwasserverbesserung in Ländern Afrikas und der Dritten Welt. Ein Kolloidal-Silbergenerator ist für ein Dorf in Afrika ein unbezahlbar wertvolles Geschenk, so vernimmt man es bisweilen von Afrikareisenden.

 

Kleine Hystorie des kolloidalen Silbers

etwa 1800 bis 1930 relativ weite Anwendung als Antibiotikum in der Medizin (abgelöst durch Penicillin, Entdeckung 1928)

bis etwa 1930 Herstellung durch mechanisches Zerkleinern in "Kolloidmühlen"

ab 1930 und in darauffolgenden Jahren andere Verfahren der Herstellung, elektrolytische Verfahren zurückgehend auf den Heidelberger Chemiker Georg Bredig (1868-1944)

um 1998 etwa, schon geringe Verbreitung von Geräten zur Selbstherstellung kolloidalen Silbers

derzeit 2005, zahlreiche Anbieter von Geräten für die Selbstherstellung von kolloidalem Silber, darunter auch solche, die nicht funktionieren aber sehr teuer sind 

 

Kolloidales Silber

Aus gegebenem Anlaß: 

Hier - auf diesen Seiten - wird nur der Selbstbau von Geräten zur Herstellung von kolloidalem Silber beschrieben. Der Anlaß ist der, daß die im Handel erhältlichen Geräte entweder viel zu teuer oder dermaßen primitiv sind, daß sie gar keine Funktion haben oder, was noch weitaus schlimmer ist, mit Gleichspannung, Salzen und Mineralien als Zusatz, äußerst giftige Silbersalze produzieren. Die hier gezeigten Selbstbaubeschreibungen haben zum Ziel, funktionelle Geräte zum Bruchteil des Preises von kommerziellen Geräten bauen zu können. Weder auf Sinn, noch Zweck oder Notwendigkeit der Anwendung  für den Einzelnen wird dabei eingegangen. Diese Frage hat jeder für sich persönlich zu entscheiden. Und es wird damit auch keine kommerzielle Absicht verfolgt. Hier, auf diesen Seiten, gibt es nur kostenlose Anleitungen, Hilfestellungen und Informationen.

 

Rosemarys Geschichte

Dummheit und Vorurteile sind international: 

Es wird im Zusammenhang mit "kolloidalem Silber" immer wieder auf "Rosemarys Geschichte" verwiesen. Eine Frau, deren Haut  bereits in ihrer Kindheit grau geworden ist (wissenschaftl. Bez. "Argyrie"), verursacht durch Einnahme von silberhaltigen Nasentropfen.

Fragt man in einem beliebigen Forum nach "kolloidalem Silber", wird das sofort mit "Betrug", "Scharlatanerie", "Esoterik", "Mystik", "Aberglauben" in Verbindung gebracht. Und es kommt regelmäßig der Verweis auf einen Link, unter dem "Rosemarys Geschichte" zu lesen ist. Selbst auf den Seiten der Uni-Frankfurt gibt es einen Link zu "Rosemarys Geschichte" (in deutscher Übersetzung). Wer sie lesen möchte, braucht nur in einer Suchmaschine "Rosemary Jacobs" eingeben. Es gibt möglicherweise weltweit hunderte von Links, die zu dieser einen Geschichte führen.   

"Ich hatte persönlich E-Mail-Kontakt zu Rosemary Jacobs. Frau Jacobs bestätigt mir ausdrücklich und wörtlich, daß sie "nicht" wisse, ob die damals von ihr eingenommenen silberhaltigen Nasentropfen "auch" oder "sowohl als auch" kolloidales Silber enthielten." (Das ist in sofern von Bedeutung, daß diese ganze Geschichte somit nicht als Beweis taugt.) Sicher ist nur, daß zur damaligen Zeit silbernitrathaltige Medikamente in der Schulmedizin "in Mode" waren. (Silbernitrat ist ein Silbersalz) Auf jeden Fall aber ist diese Geschichte wichtig und ernst zu nehmen. Das gilt insbesondere, wenn man sein kolloidales Silber aus unbekannten Lieferquellen bezieht oder wenn man in Herstellungsempfehlungen Dinge wie "das Zufügen von Salz" etc. liest. Durch solche und andere Fehler bei der Herstellung können vermehrt Silbersalze (und Silbernitrat) entstehen, also das, was auf keinen Fall ins kolloidale Silberwasser gehört.  

Für sich genommen, ist die ganze Geschichte tragisch-unterhaltsam, aber ohne zwingenden Bezug zum kolloidalen Silber, wenn es nach gesicherten Methoden hergestellt wird. Sicher ist aber, daß es die Pharmaindustrie und die Schulmedizin waren, die zur damaligen Zeit bedenkenlos und in großem Umfang silbernitrathaltige Medikamente herstellten und verordneten, deren Gefährlichkeit inzwischen erkannt wurde.

Technische Grundlagen:

Hier werden nur die technischen Grundlagen beschrieben. Es wird hier keinerlei Garantie für die Wirkung oder die Ungefährlichkeit gegeben. Im übrigen sei das Buch "Immun mit kolloidalem Silber" von Dr. Josef Pies empfohlen. (VAK Verlags GmbH, Kirchzarten, ISBN 3-935767-13-7)

Über Sinn oder Unsinn dieser Methode der Alternativmedizin mag sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Im Web gibt es dazu unter dem Suchbegriff "Kolloidales-Silber" hunderte von Abhandlungen. Bei ebay.de werden regelmäßig "Silber-Generatoren", "Silberelektroden" oder fertiges "kolloidales Silberwasser" angeboten.  

Die Details der Herstellung von kolloidalem Silberwasser entnehme man oben genanntem Buch. 

Was muß sein?

Eine Gleichspannung, die entweder zu einer pulsierenden Gleichspannung umgewandelt wird oder zu einer Rechteckwechselspannung niedriger Frequenz.. Günstig ist eine Spannung von etwa 30 - 40 Volt. (z.B. 4 x 9 Volt = 36 Volt bei Batteriebetrieb) oder auch eine höhere Spannung. (Niedrigere Spannungen führen auf Grund der hohen Widerstände von destillierten oder demineralisiertem Wasser zu sehr geringen Strömen und damit zu äußerst langen Einschaltzeiten.)

 

Das Festlegen auf einen Standard:

Ein möglichst auf maximal 6 mA begrenzter Strom, sonst wird das Kolloid nicht optimal fein. .

Hochreinste Silberelektroden (99,99 Prozent). 2 Stück Rundstäbe, Maße 2,5 mm Durchmesser, je 75 mm Länge Es dürfen keine Legierungen verwandt werden. Schmucksilber, Zahnsilber, Münzsilber etc. ist "Verboten"

Elektrodenabstand ca. 35 mm.

Hochreines destilliertes oder demineralisiertes Wasser aus der Apotheke.

Was darf nicht sein? (Gefahr der Vergiftung)

Keine Silberlegierungen für die Elektroden verwenden (siehe oben), keine versilberte Kupferdrähte oder ähnliches.

Kein Leitungswasser verwenden.

Kein Mineralwasser verwenden.

Kein destilliertes Wasser von Tankstelle, Autozubehörhandel oder Baumarkt verwenden.

Keine Salze zum Wasser hinzufügen. (auch wenn dies auf diversen Webseiten empfohlen wird)

Die Strombegrenzung:

Sobald bei den genannten Elektrodenmaßen und Abständen ein zu hoher Strom fließt, z.B. über 6 mA, können im Wasser sichtbare Schlieren- und Nebelwolken auftreten. Dies tritt vor allem bei Gleichspannung auf, weniger bei pulsierender und fast nie bei Rechteckwechselspannung. Es ist auf jeden Fall ein bedenkliches Anzeichen dafür, daß etwas nicht wie beabsichtigt läuft. Beim normalen Herstellungsprozeß, nach den Richtlinien, die hier zu Grunde gelegt werden, darf das nicht auftreten. 

Dazu ist noch zu erwähnen, daß sich im Normalbetrieb (bei etwa 30 - 40 Volt Elektrodenspannung und den genannten Maßen bzw. Abständen, sowie Verwendung von "destillierten oder demineralisierten Wasser aus der Apotheke" ohne Zusätze) meist nur ein Wert von < 2 mA einstellt. Höhere Ströme sind im Prinzip auch nicht nötig oder anders gesagt, sie wären nur möglich, wenn man dem Wasser "verbotenerweise" Zusätze hinzufügt oder Leitungswasser bzw. sogar Mineralwasser verwenden würde. (und bei Kurzschluß an den Elektroden selbstverständlich auch) Was allerdings zulässig ist und auch praktiziert wird, ist die Erwärmung des destillierten Wassers bis zum Sieden und die sofortige Verwendung in möglichst heißem Zustand. Dadurch werden feinste, freie Luftbläschen herausgetrieben und der Anfangsstrom steigt unter Umständen auf den zwei- bis dreifachen Wert. Erhitzen des Wassers dient also nur der Zeitersparnis bei der Herstellung, hat sonst offenbar nach bisherigen Erkenntnissen keine Bedeutung. Das weitere Erhitzen während der Herstellung ist nicht notwendig und darum auch abzulehnen, weil Unwägbarkeiten ins Spiel kommen, etwa elektromagnetische Einwirkungen einer Kochplatte.  

Eine andere Möglichkeit der Stromerhöhung ist die, die Zahl der Elektroden oder deren Durchmesser - sprich Oberfläche - zu erhöhen, was auch mit abgeplattetem oder flachem Silbermaterial möglich wäre. Das aber wäre nur bei der gewerblichen Herstellung großer Mengen Silber-Wasser angemessen. Und davon soll hier keine Rede sein.  

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Was passieren kann: 

So wie auf dem 1. Bild unten sieht gutes kolloidales Silber-Wasser aus. Mit einer LED-Taschenlampe (oder einem Laser-Pointer) zeigt sich deutlich ein Lichtbündel. Dieses Lichtbündel ist erst beim kolloidalen Silber-Wasser zu sehen, nicht aber vorher im unbehandelten Wasser. Es gibt hier keinerlei sichtbare Flocken, Ausfallstoffe oder Trübungen im Wasser, außer einer minimal "milchig-blauen" Spur von Verfärbung. Eine leichter (gut abwischbarer) Elektrodenbelag ist normal. Der Strom muß bei wechselnder Polarität (Rechteck-Wechselspannung) nicht begrenzt werden, außer als Kurzschlußschutz für die Schaltung. Er hält sich durch den gleichbleibenden Wasser-Widerstand von Anfang bis Ende der Einschaltzeit automatisch konstant. 

(Versuchsbedingungen: destilliertes Wasser, apothekenrein, ca. 50 V Rechteck-Wechselspannung ca. 4 Sekunden-Intervall,  Strom nicht begrenzt, Stromstärke über 60 Minuten Einschaltdauer gleichbleibend bei ca. 2.5 mA)

 

So soll es aussehen: Bild 1

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Ohne Strombegrenzung und Polaritätswechsel bilden sich zunächst nicht sichtbare "Ionenstrecken" und fällen schädliche Abfallstoffe aus, anfangs kaum zu sehen, später in richtigen "Wolken". Außer der sichtbaren Trübung befindet sich hier auf der Abbildung unten am Boden des Glases gut eine Messerspitze schwarzgrauer Flocken. 

Bei konstanter Spannung von 30 V stieg der Elektrodenstrom von anfangs nur 1,7 mA von ganz allein nach 10 Minuten auf 10 mA und nach 60 Minuten auf 40 mA, was nicht erwünscht ist. Das Ergebnis ist eine trübe Brühe, die keinesfalls eingenommen werden darf. 

(Versuchsbedingungen: destilliertes Wasser (wie auch im Versuch oben), apothekenrein, Wassertemperatur ca. 12 Grad Celsius, 30 V stabilisiert, gleichbleibende Polarität, keine Strombegrenzung, Einschaltdauer 60 Minuten)

 

So darf es nicht aussehen: Bild 2

 

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Die Silberelektroden unten sind nach dem vorhergehenden Versuch (Bild 2) deutlich  mit einem fast "pelzig" wirkenden Belag überzogen. Die eine Elektrode ist tiefschwarz, die andere hellgrau bis hellbraun. Das darf nicht sein.

 

Auch das ist bedenklich: Bild 3

 

 

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