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(siehe dazu auch Bekannte Probleme) "Ich hab doch alles richtig gemacht und es geht nicht!" Das Schwierigste ist nicht die Technik oder die Physik, sondern Menschen zu disziplinieren, etwas anderes zu tun, als einfach ihren Gewohnheiten zu folgen. Lesen Sie diesen Abschnitt und lesen Sie die Seite "Wasserqualität"! Wenn Sie es nicht tun, weil Sie zu ungeduldig sind oder weil es Ihnen zu dogmatisch erscheint und Sie es gewohnt sind, sonst im Leben auch ohne Anweisungen zurecht zu kommen, kann es sein, daß Sie bei der Herstellung von kolloidalem Silber trotzdem Erfolg haben. Es liegt dann einfach an Dingen, die Sie - ohne es im Detail zu wissen - richtig machen. "Glück gehabt!" Es kann aber auch passieren, daß Sie sich alle Mühe machen und wochenlang experimentieren und nichts anderes, als eine braune, trübe Brühe zu Stande bringen, die man besser gleich ins Klo gießt.
Der Grund ist meistens: "Verunreinigung von Behältern und Gläsern!" (vorausgesetzt, das Gerät ist technisch in Ordnung)
Schauen Sie sich an, was möglich ist:
Aus der selben Flasche demineralisiertes Wasser aus der Apotheke. Links fertiges, hochkonzentriertes kolloidales Silber nach 6 Stunden Einschaltzeit bei 3 mA Strombegrenzung an 42 V Rechteckspannung. Optisch absolut klar und sauber. Aber mit hohem Silbergehalt. Rechts das gleiche Wasser aus dem gleichen Behälter nach nur 1 Stunde Einschaltzeit, ebenfalls bei 3 mA Strombegrenzung an der selben Rechteckspannungsquelle. Eine trübe, braune Brühe. Vermutlich verunreinigt mit Silberionen und Silbersalzen. Vor dem Beginn der Herstellung wurde beim Wasser-Test schon festgestellt, das dieses Wasser im rechten Glas auf Siedepunkt erhitzt ca. 30 mA Strom durchließ (damit erwies es sich schon als unbrauchbar), während das im linken Glas nur 3 mA durchließ. Wohlgemerkt: Das Wasser stammt aus dem gleichen abgebildeten Kunststoffbehälter und die Herstellung bzw. der Versuch wurde an dem gleichen Tag durchgeführt. Ein späterer, erneuter Versuch ergab wieder das erwünschte Ergebnis, nämlich klares, sauberes Silberwasser.
Was können die Ursachen sein? Aller Wahrscheinlichkeit nach Verunreinigungen des Glases, wahrscheinlich Spülmittelreste. Einfaches Ausspülen mit Leitungswasser würde Abhilfe schaffen.
Die Notwendigkeit der Strombegrenzung und des "Wasser-Testes" Während der Herstellung muß der Strom auf ca. maximal 5 mA begrenzt werden. Sonst kann sich der Ablauf irgendwann verselbständigen und der Strom kann rapide ansteigen. Das Silberwasser wird trübe und unbrauchbar. Aber auch bei Strombegrenzung kann das Wasser milchig- oder braun-trübe und somit unbrauchbar werden. Aus ähnlichen Gründen sollen auch keine zwei oder mehr Gläser mit separaten Elektrodenpaaren parallel an ein Spannungsquelle geschaltet werden. Der Ablauf kann in verschiedenen Gläsern absolut unterschiedlich verlaufen, ohne daß man es sofort bemerkt. Zum Wasser-Test wird vor der Herstellung gemessen, wieviel Strom das Wasser in der üblichen Anordnung der Silberelektroden "ohne Strombegrenzung" durchläßt. Dazu ist ein Meßgerät nötig. Es gibt Menschen, denen sind Meßgeräte suspekt, nur weil sie das nie brauchten und die Funktion ihnen bisher völlig unbekannt war. Sie schaffen sich deshalb solch ein einfaches Multimeter auch nicht an, obwohl man es für 5 - 15 Euro in jedem Elektronikversand und oft sogar im Baumarkt um die Ecke bekommt. Wer sich nicht in der Lage sieht, solche Dinge in seinen Bewußtseinshorizont aufzunehmen, der sollte einen großen Bogen um kolloidales Silber machen und eigentlich überhaupt nichts tun und am besten die Hände in den Hosentaschen lassen. Die Gefahr, bei der Herstellung permanent zu scheitern oder sich sogar mit Silbersalzen zu vergiften, ist groß, wenn man nicht die Grundlagen beachtet. Und dazu gehört das Überprüfen und Messen.
Optimal ist die Überprüfung mit einem LEITWERTMESSGERÄT. Dann hat man ein Ergebnis in Mikro-Siemens. Es genügt aber völlig, mit dem Kolloidal-Silbergenerator eine Vergleichsmessung der Stromstärke durchzuführen. Dazu ist es lediglich nötig, stets mit gleichen Meßbedingungen zu arbeiten: Elektrodenstärke, Elektrodenabstand, Eintauchtiefe, Wassertemperatur. Das Ziel ist dabei, das Wasser mit dem niedrigsten Stromfluß, also dem höchsten elektrischen Widerstand zu verwenden. So kann eine Vergleichsmessung mit einem der hier gezeigten Kolloidal-Silber-Generatoren aussehen: Messung unter gleichen Bedingungen: Elektrodenstärke 2,5 mm, Elektrodenabstand 35 mm, Eintauchtiefe 75 mm, Wassertemperatur ca. 16 Grad C. (Anfangsspannung an den Elektroden 50 V. Unter Belastung abfallend. Typisch 40 V bei 4 mA.) 1. Messung, Demineralisiertes Wasser aus der Apotheke, Strom 0,3 mA 2. Messung, Demineralisiertes Wasser Baumarkt/Tankstelle, 1. Probe, Strom 1 mA 3. Messung, Demineralisiertes Wasser Baumarkt/Tankstelle, 2. Probe, Strom 1,3 mA 4. Messung, Leitungswasser 22 mA 5. Messung, Mineralwasser 50 mA
Man beachte den großen Unterschied zwischen dem besten Wert (0,3 mA) und dem schlechtesten Wert (50 mA). Was sich bei einer um 166-fach erhöhten Stromstärke alles an elektrolytischen Prozessen abspielt, kann man bestenfalls erahnen. Eine auf diese Weise hergestellte Lösung hat nur wenig mit kolloidalem Silber zu tun. Würde sie in der Industrie in großen Mengen als Abfall eines Verfahrens anfallen, dürfte sie nicht einmal unbehandelt in das Abwassernetz entsorgt werden. Es ist darum nicht nachvollziehbar, daß einige Hersteller und Vertreiber von Kolloidal-Silber-Generatoren immer noch die Herstellung mit Leitungswasser oder Mineralwasser mit einbeziehen. Es ist nur so erklärbar, daß sie auf die Torheit der Kunden hoffen, die darin fälschlicherweise einen Vorteil des Gerätes gegenüber anderen Geräten sehen, bei denen destilliertes Wasser Vorschrift ist.
Weißes Wasser Mitunter hört man von feinen weißen Nebeln oder Wolken, die sich im Wasser um die Elektroden herum bilden. Das ist eindeutig ein Hinweis auf unzureichende Wasserqualität. Folge: Unerwünschte, elektrolytische Vorgänge. Das Produkt ist ein Wasser mit leicht weißlicher Trübung.
Schlechte Wasserqualität auch aus der Apotheke Wie wichtig es ist, vor jeder Anwendung; die Wasserqualität und die Stromstärke zu prüfen, zeigen folgende Bilder. Es wurde wie gewohnt demineralisiertes Wasser aus der Apotheke geholt, in ein 200 ml Glas abgefüllt und wie immer kurz aufgekocht. Nach dem Einschalten des Silber-Generators wurde schon ein erhöhter Elektrodenstrom von ca. 15 mA festgestellt (üblicherweise 2 - 3 mA). Das war ungewöhnlich. Daraufhin wurde der Versuch mit dem gleichen, auf Zimmertemperatur abgekühlten Wasser neu gestartet. Der Strom betrug 7 mA (sonst etwa 0,2 - 0,5 mA) . Schlußfolgerung: Das Wasser hatte einen deutlich niedrigeren elektrischen Widerstand, obwohl es vom gleichen Lieferanten/Apotheker stammte. Eine Vergleichsmessung mit Leitungswasser ergab, daß es sich nicht um solches handelte. Es war tatsächlich demineralisiertes Wasser, nur von schlechterer Qualität als gewohnt. Nachdem der Versuch fortgesetzt wurde, zeigte sich spontan die auf Bild 1 zu sehende milchige Schlierenbildung. Das Endprodukt war milchiges, weißes Wasser. Selbstredend, daß es für jegliche Anwendung ungeeignet ist. Die Ursache für schlechte Wasserqualität läßt sich nur vermuten: Verunreinigungen aller Art, schon durch kleinste Rückstände im Behälter oder auch verbrauchte Kartuschen im Demineralisator des Lieferanten.
Weiße Schlieren im Wasser lassen auf unerwünschte Prozesse schließen.
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Nach kurzer Einschaltdauer bildeten sich bereits schwarze Beläge auf den Elektroden und lösten sich in kleiner Flocken ab.
So darf es nicht aussehen: Bild 2
Schwarzgraue Flocken schwimmen an der Oberfläche oder setzen sich auf dem Grund ab.
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Nach 15 Minuten waren die Silberelektroden schwarz-grau belegt. Eine solche Reaktion ist bedenklich und man sollte solches Silber-Wasser wegschütten.
Die Elektroden sind mit einer Schwarzgrauen Schicht belegt.
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© April/2005 by HANS-DIETER TEUTEBERG • hans-dieter.teuteberg@t-online.de Illustrationen
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| siehe auch: Bekannte Probleme |
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